
Die Wärme aufrechterhalten: Wie wir wasserdichte Infrarotheizgeräte bauen
Die meisten Außenheizgeräte versagen nicht, weil sie „alt“ sind. Sie versagen vielmehr deshalb, weil Wasser und Schmutz in Stellen eindringen, wo sie nicht hingehören. Es handelt sich dabei meist um einen langsamen Zerfall – etwas Feuchtigkeit hier, etwas Staub da – bis schließlich die elektrischen Komponenten versagen.
Wir wollten das verhindern. Deshalb haben wir unsere Heizgeräte nach dem IP66-Standard konstruiert. Einfach ausgedrückt: Wir haben die Geräte so konstruiert, dass sie vor Staub und Hochdruckwasser geschützt sind.
Der Kampf gegen Feuchtigkeit
Wir verwenden keine einfache Klebeverbindung an den Kanten der Geräte. Stattdessen nutzen wir hochwertige Silikongummis und verstärkte Dichtungen an allen Verbindungspunkten. Dadurch bleibt die Elektronik trocken – auch bei schlechtem Wetter.
Doch es gibt ein Problem: Die Luftfeuchtigkeit. Wenn man ein Gerät zu fest abdichtet, entsteht im Inneren Kondenswasser. Das führt dazu, dass der Reflektor verschmiert – und ein verschmierter Reflektor bedeutet katastrophale Folgen: Man kann bis zu 20 Prozent der Wärme verlieren, nur weil der Reflektor verschmiert ist. Um das zu vermeiden, haben wir Entlüftungsöffnungen eingebaut. Diese ermöglichen es dem Gerät, „atmen“ zu können – doch gleichzeitig wird das Regenwasser draußen gehalten.
Umgang mit thermischen Schocks
Haben Sie schon einmal kaltes Wasser auf eine heiße Pfanne gegossen? Die Pfanne verbiegt sich. Das Gleiche passiert auch mit dem Glas der Heizgeräte. Wenn ein eiskalter Regen auf ein heißes Element trifft, kann der thermische Schock das Glas sofort beschädigen.
Um das zu verhindern, verwenden wir spezielles Quarzglas sowie Beschichtungen, die solchen Belastungen standhalten können. Außerdem umhüllen wir alle Komponenten mit korrosionsbeständigem Aluminium. Wenn man diese Geräte in der Nähe des Meeres installiert, ist das ein großer Vorteil – salzige Luft zerstört normales Metall schnell.
Ein paar Dinge, die man beachten sollte
Diese Geräte sind sehr widerstandsfähig. Man kann sie problemlos mit Wasser besprühen oder in Nieselregen stehen lassen.
Aber Achtung: Es handelt sich dabei nicht um U-Boote. Wenn man die Geräte an Orten einbaut, wo Wasser steht oder sie vollständig unter Wasser geraten, werden sie versagen.
Noch ein Tipp bezüglich der Verkabelung: Da das IP66-Gehäuse so gut abgedichtet ist, sammelt sich mehr Wärme um die inneren Kabel an als bei einem billigen, offenen Heizgerät. Stellen Sie sicher, dass die Isolierung der Kabel der Hitze standhält. Sie möchten schließlich nicht, dass die Isolierung im Laufe der Zeit schmilzt – nur weil das Gerät seine Aufgabe zu gut erfüllt.